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Beratung bei Essstörungen und seelischen Konflikten



Wir alle erleben Entbehrungen, Versagungen, Verlust und Einsamkeit als bedrohliche Stresssituationen. Manchmal gelingt es nicht, diese Erfahrungen zu verarbeiten. Dann greifen wir zu Flucht- und Abwehrmechanismen, die vorrübergehend Erleichterung verschaffen. Eine solche Überlebensstrategie kann die Essstörung sein.

Unter dem Begriff Essstörung versteht man im Wesentlichen drei Krankheitsbilder:
       ► Magersucht (Anorexia nervosa)
       ► Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa)
       ► Übergewicht oder Adipositas

Obwohl sich Betroffene der drei Krankheitsbilder u.a. in ihrem Erscheinungsbild beträchtlich unterscheiden, ist doch allen Essgestörten gemeinsam, dass das lebensnotwendige Essen ein erhebliches psychosomatisches Problem, oft mit körperlichen, psychischen und oft sozialen Konsequenzen geworden ist. Die Ernährung dominiert das Leben der Betroffenen, nicht nur ihren Tagesablauf und ihre sozialen Beziehungen, sondern auch langfristig viele berufliche und private Entscheidungen.

Das Gefühl, sich über Essen,bzw. Nichtessen Befriedigung zu verschaffen, führt zu schneller Erleichterung und einem Erleben von Sicherheit. Da es sich aber um eine Kurzzeitbefriedigung handelt, gerät der/die Betroffene in eine Spirale von Wiederholung und Dosissteigerung. Die Essstörung entwickelt Eigendynamik und gerät ausser Kontrolle.
 

Wann ist man/frau esssgestört?

Eigentlich dann, wenn die Gedanken pausenlos um Essen, Kalorientabellen, Waage und Diät kreisen. Ganz sicher aber, wenn Manipulationen hinzukommen wie Erbrechen, Medikamente, Abführmittel oder übertriebene sportliche Aktivitäten

Ich weiß nicht, was das ist mit mir
Ich fresse nicht, es frißt in mir

Von Betroffenen wird der gestörte Umgang mit dem Essen, das wahllose In-sich-Hineinstopfen riesiger Nahrungsmengen oder die totale Verweigerung jeglicher Nahrungsaufnahme suchtartig erlebt. Sie fühlen sich ihrem Essverhalten hilflos ausgeliefert. Es ist ein psychodynamischer Teufelskreis, aus dem der oder die Betroffene sich kaum ohne Hilfe von außen befreien kann.

Was kann man/frau tun?

Wie die Entstehung einer Essstörung ist auch ihre Überwindung ein langwierig und vielschichtiger Prozeß. Die enorme Scham bei den Betroffenen, das quälende Gefühl, mit dem Problem völlig allein zu sein, und die Unsicherheit bei den Angehörigen machen es für beide Seiten schwierig, den ersten Schritt zu tun, nämlich die Krankheit als Krankheit zu erkennen, zu akzeptieren und das Gespräch zu suchen.